Keine guten Neuigkeiten aus dem Gewächshaus!

Der Blick ins Gewächshaus ließ uns vor wenigen Tagen erstarren! Es trübt doch sehr die Stimmung, wenn man weiß, wieviele Stunden Arbeit seit Mitte Mai Woche für Woche in die Aufzucht und Pflege unserer 570 Tomatenpflanzen gesteckt wurde, mal ganz abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden. Die Nässe der letzten Wochen und damit verbunden die hohe Luftfeuchtigkeit in den Gewächshäusern haben den Pilzen auf unseren Pflanzen eine Lebensgrundlage geschaffen, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben. Innerhalb weniger Tage waren so gut wie alle Tomatenpflanzen im Gewächshaus von Pilzen befallen. Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um einen Schimmelpilz, der durch den Erreger Botrytis cinerea übertragen wird, und um die bekannte Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) . Diese haben sich so schnell ausgebreitet, dass uns keine Zeit zum Handeln blieb. Selbst wenn wir eine Bekämpfungsstrategie hätten angehen können, so sind wir doch durch die Demeter-Richtlinien hier sehr eingeschränkt in unseren Möglichkeiten.

Durch die Pilze wird das Laub braun, welkt und fällt ab, auch Früchte werden schnell befallen und die Pflanze ist so geschädigt, dass die grünen Tomaten nicht mehr heranreifen können und die ganze Pflanze abstirbt. Wir haben bisher noch keine einzige rote Tomate ernten können! Das kalte und nasse Wetter ließ die Früchte bisher nicht heranreifen. 

Für uns ein herber Verlust. Wir möchten euch auch an so etwas teilhaben lassen:

Die Gurkenernte ist seit einigen Wochen zu Gange. Auch hier breitet sich leider auf den Blattunterseiten der Pflanzen ein Pilz aus, der sogenannte "Falsche Mehltau". Im letzten Bild ist der Pilz an den hellen, gelblichen Flecken auf dem Blatt gut erkennbar.